Die Basis bei Google ist Open-Source Software. Ein angepasstes GNU/Linux als Betriebssystem wird für deren Server Mainframe verwendet. Ausserdem wird MySQL sehr stark eingesetzt. Als Programmiersprachen werden hauptsächlich Python und Java verwendet. Die hier genannten sind nur einige wenige Open-Source Projekte die von Google verwendet werden. Kann man am Erfolg von Google also ablesen das Open-Source Software besser ist als Closed-Source Software?
Nun,… Die Diskussion “Open-Source vs. Closed Source” wurde und wird oft genug geführt und kann, so denke ich, nicht pauschal beantwortet werden. Deswegen möchte ich hier weder das eine noch das andere behaupten. Doch eines ist klar: Google entwickelt mit einer enormen Geschwindigkeit. Das wäre aber nicht möglich, wenn Proprietäre Software eingesetzt werden würde statt Open-Source Software. Das bestätigt auch Google’s Open Source Program Manager Chris DiBona in einem Interview mit dem Redmond Magazine:
“Hätten wir solche Beschränkungen, die proprietäre Software es hat, wäre es uns nicht möglich diese unglaubliche Menge an Software in der Geschwindigkeit zu entwickeln, mit der wir es tun.”
Aber Open-Source wird nicht nur von Google verwendet sondern auch aktiv unterstuetzt. Einerseits dadurch dass sie Top Entwickler der Open-Source Szene beschäftigen. Zum Beispiel:
Chris Dibona dazu:
“Wir tun das, damit die Entwickler weiterhin an ihren Projekten arbeiten können, dass ist auch gut für uns. Und durch unsere Nutzung der Projekte wird, in einigen Fällen, klar in welche Richtung diese Projekte gehen können. “
Andererseits werden aber auch viele Open-Source Projekte direkt finanziell unterstützt. So wurde bekannt dass die Mozilla Foundation im Jahr 2006, um die 66 Millionen Dollar mit der Zusammenarbeit mit Suchmaschinen verdiente. Google ist dabei für den größten Teil verantwortlich. Das bedeutet dass die Entwicklung von Firefox und Thunderbird, direkte Rivalen von Internet Explorer und Outlook, hauptsächlich von Google finanziert wird.
Google spielt auch immer wieder Gastgeber für High-Level Meetings, wo sich Schlüssel Figuren verschiedenster Projekte persönlich treffen.
Google holt sich aber nicht erfolgreiche Open-Source Entwickler ins Boot, oder finanziert und unterstützt Open-Source Projekte sondern bietet auch Studenten in deren Sommerferien deren Ideen und Projekte im Rahmen des Google “Summer of Code” zu entwickeln. Der Summer of Code wurde 2005 ins Leben gerufen und hilft seit dem vielen Projekten sich nachhaltig zu etablieren. Sebastian Kügler aus dem KDE Desktop Environment Project kommentiert das folgendermaßen:
Das ist es, was den Google Summer of Code ausmacht: StudentInnen mit dem “free software Geist” anzustecken, der ihnen die Möglichkeit gibt in diese Gemeinschaft zu wachsen.
Zu guter letzt bedient sich Google nicht nur Open-Source Software sondern gibt auch viele Eigenentwicklungen unter Open-Source Lizenzen (üblicherweise unter der Apache Lizenz) frei. Zu den bedeutensten Veröffentlichungen dieser Art zählt sicherlich Google Gears. Oder aber auch Googles Web Toolkit (GWT).
Das Resultat aus diesen Initiativen, Open Source Software zu unterstützen, ist dass sich Microsoft unter Druck sieht, mehr als sie es vielleicht geahnt hätten und vor allem immer schneller zunehmend und das an mehreren Fronten gleichzeitig.
Diesem Beispiel folgend ist es für viele Firmen genauso wichtig geworden auf Open Source Software zu setzen, diese weiterentwickeln, oder auch eigene Entwicklungen unter Open Source Lizenzen zu stellen.
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